Benedikt erfolgreich beim Schachtürken-Cup Paderborn 2025

Bericht von Benedikt Schulz

In der ersten Runde spielte Benedikt an Brett 28 mit Weiß. Hier gelang es ihm im frühen Mittelspiel zunächst einen Bauern zu gewinnen, wonach der Gegner leichtes Gegenspiel aufbauen konnte. Hier übersah er aber nach einem Turmabtausch, dass Benedikt mit seinem verbleibenden Turm einen Doppelangriff auf König und den verbleibenden Springer des Gegners ausführen konnte, wonach der Gegner aufgab. 


In der zweiten Runde spielte Benedikt mit Schwarz an Brett 23. Der Gegner hatte zwar keine DWZ oder Elo, spielte aber trotzdem überraschend gut. So konnte Benedikt erst nach einem harten Kampf in ein Damenendspiel abtauschen, wobei er beim Abtauschen der verbleibenden Figuren noch zwei Bauern mitnehmen konnte, wonach der Gegner aufgab. 


In der dritten Runde spielte Benedikt mit Weiß an 4. Wobei sein Gegner nach einer relativ ereignislosen Eröffnung im Mittelspiel von seinem Gegner zurückgedrängt wurde und letztendlich einen Bauern abgeben musste. Im Endspiel konnte Benedikt sich den Bauern zwar zurück erkämpfen, doch reichte es nicht mehr aus, um die letzten beiden Bauern vom durchziehen abzuhalten, was zur Aufgabe Benedikts führte.


In der vierten Runde spielte Benedikt mit Schwarz an Brett 15. Obwohl die Gegnerin mit 1050 DWZ deutlich niedriger als Benedikt gerangt war, hatte sie in vorherigen Runden gezeigt, dass sie sich auch 1600ern erwahren kann. In der Eröffnung gelang es Benedikt auf eine ähnliche Weise, wie sein Gegner in Runde 3, der Gegnerin einen Bauern rauszuschlagen. Sie kämpfte zwar stark weiter, doch verlor sie im Turmendspiel einen zweiten Bauern und stand am Damenflügel nun zwei verbundenen Freibauern gegenüber, die selbst ihr Turm und König zusammen nicht mehr aufhalten konnten.


In der fünften Runde spielte Benedikt mit Weiß an Brett 6. Nach einer spannenden Eröffnung, in welcher Benedikt kurz und der Gegner lang rochierte, gelang es dem Gegner - auch wegen einer zurückhaltenden Spielweise Benedikts - seinen Bauernsturm eher durchzusetzen als Benedikt. Hiernach gelang es Benedikt nicht mehr die Stellung zu konsolidieren und er musste sich nach einigen Verlusten im Endspiel ergeben.


In der sechsten Runde spielte Benedikt mit Schwarz an Brett 13 gegen seinen DWZ-stärksten Gegner im Turnier. Nach einer von beiden Seiten holprig gespielten Eröffnung (der Gegner eröffnete nach eigener Aussage aus Versehen mit dem e-Bauern anstelle des d-Bauers) übersah der Gegner im frühen Mittelspiel einen entscheidenden Zug, der Benedikt nahezu komplett in seine eigene Spielfeldhälfte verdrängt hätte. Es gelang Benedikt hiernach entscheidendes Gegenspiel aufzubauen, was letztendlich zum Verlust eines Springers für den Gegner führte, worauf dieser sich ergab.


In der siebten und letzten Runde spielte Benedikt mit Weiß an Brett 9. Die Partie begann ziemlich ereignislos und beide Seiten nahmen sich erst einmal die Zeit, um sich zu entwickeln. Richtung Mittelspiel gelang es dem Gegner aber, Benedikt Raum zu nehmen und den entscheiden d-Bauern Benedikts, der zu diesem Zeitpunkt isoliert auf der sechsten Reihe öfter anzugreifen, als Benedikt in der Lage war ihn zu decken. Da die Stellung ohne diesen Bauern aussichtslos war, weil Benedikts Figuren großteilig deutlich schlechter standen, als die des Gegners, beschloss Benedikt durch Dauerschach ein Remis zu erzwingen. Hierbei übersah der Gegner aber, dass der einzige Zug, der das Dauerschach verhindern konnte, ihn einen Turm kostet und er ergab sich wenige Züge später. 


Mit 5/7 Punkten war das Turnier sehr gut für Benedikt gelaufen und er schaffte es den achten Platz zu erreichen.