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14.12.09 +++ IV. Mannschaft spielt 3:3 in Gütersloh gegen Gütersloh VII
Unsere Nachwuchstruppe schlug sich achtbar in Gütersloh und holte sich ein verdientes 3:3 Unentschieden.
Den ersten Punkt für unsere Mannschaft holte Karl Kleinhaus, der mit Schwarz stets mitspielte und sich nicht hinten reinstellte. Nach vielen Abtäuschen erspielte sich Karl gute Möglichkeiten, die aber nicht zu einem Figurengewinn führten. Im Turmendspiel mit jeweils 5 Bauern waren sich die Gegner ebenbürtig, wobei Karls Gegner einen Bauerngewinn übersah. Dafür sah Karl aber die eigene Mattgefahr, deckte seine Bauern gekonnt und spielte (ganz toll) - nach vorne. Da brach der Gegner ein, verlor den Turm und Karl vermied das Patt und setzte auf dem schnellsten Weg mit seinem Turm matt. Toll gemacht.
Jan Muckelmann an Brett 1 spielte vorsichtig und kümmerte sich zuerst um seine Sicherheit, um dann eine bessere Stellung auszunutzen. In einer Bauernstruktur mit 2 Doppelbauern sah er aber nicht die schwierige Fortsetzung mit einem Kreuzhebel, der ihm großen Vorteil gebracht hätte. Er spielte weiter auf Sicherheit und zog den anderen Bauern. In dieser verkeilten Struktur einigeten sich die Gegner auf Remis.
Kevin Langer kam (wie immer) gut aus der Eröffnung. Aber wie in den anderen Partien ließ er sich unnötig eine Figur schlagen, anstatt sie vorher abzutauschen. Das hieß dann eine Figur weniger anstatt Gleichstand und mit diesem Materialübergewicht gewann der Gegner leicht, obwohl Kevin noch lange mitspielte. Aber Material ist im Schach das Wichtigste und wenn der Gegner mehr davon hat, verliert man halt meistens.
Lars Roggenkemper spielte in seinem ersten Einsatz in einer Mannschaft natürlich vorsichtig. Aber sein besserer Gegner spielte gekonnt seine Eröffnung, stellte immer wieder Drohungen auf, die stets zu einem Figurenverlust führten. Trotz langem Spiel konnte auch Lars dem Figurendefizit nichts entgegensetzen.
Paulo Wohlfahrt kennt sich in seinen Eröffnungen schon gut aus, da werden die Figuren auf die richtigen Felder gesetzt. Stets behielt er den Überblick und verlor gegen den angreifenden Gegner nicht den Überblick und auch keine Figur. Solide Leistung und ein verdienstes Unentschieden.
Mit Nico Rickmann und Marius Brügge fuhren zwei weitere Spieler mit, die im Rahmen dieses Mannschaftskampfes eine Trainingspartie spielen konnten. Marius hatte hier den besseren Überblick und spielte geschickt auf Königsangriff. Nico sah die Drohungen nicht und öffnete seine Rochadestellung, die Marius dann gewinnnbringend mit Dame und Turm ausnutzte und ihn mattsetzte.
Als Karl fertig war, konnte er dann auch noch einmal gegen Marius spielen. Hier zeigte sich, das das Üben doch Vorteile bringt. Karl konnte Marius überspielen und deutlich gewinnen.
In der längsten Partie des Tages mußte Gerrit Brügge gegen den Senior der Gütersloher spielen. Nach gekonnter Eröffnung übersah der gute Gegner eine Fesselung, so das Gerrit früh die Dame gegen einen Läufer gewann. Aber der Gegner kann wohl spielen und baute sich gekonnt eine gute Figurenstellung auf, die Gerrit nicht so ohne Weiteres knacken konnte.
Gerrit wäre nach 2 Stunden mit einem Remis zufrieden gewesen, aber beim Stand von 2:3 und seinem Vorteil gab der Trainer die Anweisung, Gerrit muß auf Gewinn spielen. Und so spielte Gerrit noch 1 Stunde etwas nervös, weil er kein Durchkommen sah. Als er eine kritische Situation mit guter Übersicht (und ein bißchen Glück) meistern konnte, weil der Gegner Matt und Turmgewinn drohte und das bei vollem Brett, war sein Vorteil unübersehbar. Auch wenn sich Dame gegen Läufer einfach anhört, so einfach war es auf dem Brett nicht. Das Gerrit bei dieser wirklich langen Partie so gut durchgehalten hat und trotz Nervosität keine Figur eingestellt hat, ist schon klasse. Damit sicherte Gerrit das verdiente Mannschafts-Remis.
Weiter so!
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