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10.02.09 +++ Volker Knossalla: 40 Jahre im Verein

 

 

Jubiläum:

 

 

„Volker Knossalla – wer ist denn das?“ werden die in den letzten 10 Jahren zum Verein hinzugetretenen fragen. Hier die Antwort:

 

Am 1.1.2009 gehörte Volker genau 40 Jahre dem Verein an. Seine Spielaktivitäten hat er Mitte der 90er Jahre eingestellt, berufliche und private Verpflichtungen ließen ihm keinen Raum mehr, um am Vereinsgeschehen teilzunehmen. Zuvor war er über viele Jahre eng mit dem Verein verbunden und hat sich auf seine besondere Art und Weise für ihn eingesetzt.

 

So etwa 8 Jahre war Volker alt, als ihm sein Vater die Regeln erklärte und ihm zeigte, wie man eins ums andere Spiel gewinnt. Verlieren stand nicht auf dem väterlichen Lehrplan, so dass sein Vater nach dessen erster Niederlage Volker schachlich nie wieder herausforderte. Immerhin drängte er seinen Sohn noch zur Mitgliedschaft in den Schachverein. In Ennigerloh gab es 1969 noch das Jugendheim an der Enniger Straße, dort trainierte Franz Forner die große Gruppe der Ennigerloher Jugendlichen. Einer der ersten, die Volker dort kennenlernte, war der rauchende, damals etwa 14 Jahre alte Ewald Voß, der ja bis vor nicht all zu langer Zeit in der ersten Mannschaft spielte und dann wegen Wohnortwechsels den Verein verlassen musste.

 

Volker erspielte sich einmal die Ennigerloher Jugendmeisterschaft. Im Endspiel gewann er gegen Jürgen Gehrisch, mit dem Volker zusammen das Laurentianum in Warendorf besuchte und mit ihm dort auch das Abitur machte. Jürgen hat es später beruflich ins Ausland, vor allem in die damalige UDSSR verschlagen. Er ist - keine 50 Jahre alt - vor etwa 2 Jahren einem Krebsleiden erlegen. - Die Oelder hatten eine eigene Jugendabteilung und gegen deren Champ war der Gesamt-Vereinsmeister zu ermitteln; die Paarung lautete: Volker Knossalla gegen Christian Langer (den kennen nun aber alle). Das Spiel fand nicht etwa einsam in der Ecke einer trostlosen Schulklasse statt, sondern wurde im Garten des Schachgönners Franz Bartscher gespielt – ein Ereignis, zu dem sich geschätzte 30 Vereinsmitglieder einfanden und dies auch sofort als willkommenen Anlass nahmen, eine zünftige Grillparty zu veranstalten.

 

Als „legendär“ bezeichnet Volker die Wochenendfahrt der Jugendabteilung nach Hamburg. An einem Freitagabend wurde das Bundesliga-Flutlichtspiel HSV-Wuppertaler SV besucht. Im strömenden Regen bei schlechter Sicht erlebten gerade mal 8000 Zuschauer den 4:1 Sieg der Heimmannschaft. - Nach dem Reeperbahnbummel ging der erste Reisetag zu Ende, allerdings fehlten zwei: das 2004 verstorbene Urgestein Oswald Förster und - wer auch sonst - Ewald Voß. Die beiden erschienen aber dann doch noch am Samstagmorgen rechtzeitig zum Frühstück. Im Tagesverlauf fand ein Vergleichskampf gegen einen Hamburger Schachverein an ca. 20 Brettern statt. Trotz des - obwohl oder gerade wegen des in körperlich bedenklicher Verfassung - grandios aufspielenden und siegreichen Ewald Voß musste sich unserer jugendlicher Nachwuchs einer knappen Niederlage beugen.

 

Mit Erreichen des Erwachsenenalters wechselte Volker in die Seniorenspielstätte, der Gast­stätte ‚Zum Lappenbrink’ in Ennigerloh. Dort wurde er nicht nur in die tieferen Geheimnisse des Schachspiels eingeweiht, sondern hatte auch im spätnächtlichen Doppelkopfspielen sei­nen Mann zu stehen. Immerhin musste er nicht nach Hause laufen, da gab es ja bereits Helmut Jung, der Erfinder der bis-in-den-Morgen-dauernden Gesellschafts­spiele. Helmut wohnte in der Nähe von Volker und nahm ihn in seinem Auto mit. Nachdem man aber bereits viele Stun­den friedfertig mit gemeinsamen Strategie- und Glücksspielen verbrachte, ging man nicht sofort auseinander, sondern ließ das Treffen mit Themen unterschiedlichstem Inhalts bei laufendem Motor erst etwa eine weitere Stunde später ausklingen. Oftmals bot es sich nach dem Verlassen des Fahrzeuges für Volker an, erst mal zum Bäcker zu gehen und Brötchen zu holen …

 

Volkers „Kind“ im Schachverein war die 4. Mannschaft. Lange Zeit war er ihr Mann­schafts­führer. Diese Position war für ihn nicht nur einfach Pflicht, sondern eine Aufgabe, die er mit einem hohen Anspruch vor allem an sich selbst verband. Die Mannschaft verbindet Volker heute unter anderem mit den Spielern Köster, Bogucki, Lothar Marquard, Zurhorst, Hellen­kemper, Renschler, Dworak und ich bin auch dabei. Die Brettfolge variierte - nur Brett 8 nicht: Volker bestand auf diesen Platz, weil er sich als schlechtesten Spieler nicht nur der Mannschaft, sondern sogar des Vereins einschätzte (welch Unsinn). Tatsächlich hatte er vor lauter Sorge um die Mannschaft einfach den Kopf nicht frei für konzentriertes Spiel, obwohl er vor dem sonntäglichen Meisterschaftsspiel um 21 Uhr ins Bett ging. Bei Heimspielen war er um 9 Uhr vor Ort und bereitete alleine alles sorgfältig und gewissenhaft vor. Nach den Spielen war seine erster Weg zum damaligen Vereinsvorsitzenden Heinz Schumacher und meldete ihm das Ergebnis. Mit der Mannschaft erreichte er den größten Erfolg mit dem Aufstieg von der Kreisliga in die Bezirksklasse. Nach dem letzen und entscheidenden Spiel gegen 8x8 Harsewinkel wurde damals bei Willi Bogucki ausgiebig gefeiert. Die Mannschaft wurde sogar von der Stadt Ennigerloh mit einer Plakette geehrt. Wie im richtigen Leben blieb nicht alles wie es war, die Mannschaft konnte nicht für immer in der Aufstellung zusam­men­bleiben, einige Spieler gingen, andere kamen, Volker hatte sich anderen Aufgaben zu stellen. 

 

Die Angst des Torwartes vor dem Elfmeter ist sprichwörtlich. Volker kennt sie aus eigener Erfahrung, wie die folgende Episode belegt: 3,5 : 3,5 stand es gegen Beckum II, als Volkers Partie zu einer Hängepartie wurde (früher wurden Partien nach einer bestimmten Zeit abge­brochen und an einem anderen Tag fortgesetzt). Werner Niehaus und Hans Pollmann beglei­teten Volker zur Fortsetzung seiner Partie nach Beckum. Volker hätte, nachdem einige Zeit gespielt war, mit verbleibenden 3 Minuten auf der Uhr den entscheidenden Zug, den alle sahen - auch er selbst -  ausführen können. Niemand - auch er selbst verstand es nicht: er star­rte diese 3 Minuten ununterbrochen auf die Uhr - die Klappe fiel, die Partie ging - wie der Mann­schaftskampf - verloren. Zur Strafe für diesen Blackout, meinten die Begleiter, müsste er eigentlich zu Fuß nach Hause laufen. Volker war gleicher Meinung und tat das dann tatsächlich auch.

 

Volkers Wunsch für den Verein ist vornehmlich, dass die Wärme und Gemütlichkeit aus vergangenen Tagen in den Verein zurückkehrt. Er denkt dabei z. B. an Vereinsabende, an denen Schach oftmals zur Nebensache geriet oder an die legendären Maigänge, die sicher vielen Mitgliedern noch in bester Erinnerung sind. Sportlich, meint Volker, müsste die NRW-Liga angepeilt werden, da gehöre unsere 1. Mannschaft hin, da mag man nicht widersprechen.

 

Zum Schluss möchte Volker bei dieser Gelegenheit noch an seine schachlichen und mensch­lichen Vorbilder Heinz Schumacher, Walter Beerheide und Franz Forner erinnern. – Ich selbst habe vor ca. 30 Jahren meine erste Partie gegen Volker im Ennigerloher Lappenbrink ge­spielt, dort habe ich ihn überhaupt erst kennengelernt. Auch abseits vom Schachspiel haben wir uns seither immer wieder getroffen; besondere Erinnerungen habe ich an gemeinsame Familienurlaube mit Motorschiffen auf Hollands Kanälen; etwas in der Richtung wird sich sicher auch in der Zukunft wieder ergeben –  Schachspielen werden wir wohl aber nicht mehr, da ist Volker ganz konsequent!

 

 

Heinz Gottwald

im Februar 2009


 

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