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6. Lipperland-Seniorenturnier in Lemgo-Dörentrup

Von verschenkten und gewonnen Punkten beim Schachspielen
Ein Teilnehmer am 6. Lipperland-Seniorenturnier in Lemgo-Dörentrup berichtet
 
Bereits am Vorabend des Turnierstarts trafen bis auf eine Handvoll sogenannter "Einheimischer Spieler", sprich täglich anreisende Teilnehmer aus OWL, die mehr oder weniger gestandenen Schach-Cracks im Hotel Begatal ein. Großes Hallo:"Schön, dass du auch wieder da bist." "Warum ist XY nicht gekommen?" "Hast du diesmal deine Frau nicht mit." "Ach so, die hat sich vor dem Abendessen noch etwas hingelegt." So schwirrte es durcheinander.
 
Um nicht den Appetit zu verderben, wurde die Auslosung für die Runde eins erst nach dem Abendbrot bekanntgegeben. Au Backe gleich gegen die Nr. 3 - tatsächlich handelte es sich um die Nr. 4; denn aus einem unerfindlichem Grund wurde die Auslosung nach ELO-Rangliste vorgenommen, am Ende aber nach DWZ ausgewertet.
 

 


1. Rd: "Gut, habe verloren, aber der spielt ja auch super. Macht nicht, morgen gibt es dafür dann ´leichte Kost´.

 

2. Rd: Stimmt, die Nr. 30 wird mit den weißen Steinen "einfach niedergeknüppelt". ( braucht ja keiner zu wissen, dass es über 50 Züge und mehr als 4,5 Stunden gedauert hat )

 

3. Rd:: "Oh, 1950-iger und dann mit Schwarz!. Na der wird sich wundern. Aus der Database weiß ich, dass er immer f4 spielt." Im 23. Zug ein Remisangebot gemacht, damit der Gegner nicht womöglich glaubt, man will gewinnen. Mit 33. Df3 - f6 kommt das Remisangebot von Weiß, und Schwarz nimmt voll Freude sofort an. Scheiße: Ein Zwischenschach und danach Damentausch und der Gegner verliert 2 Figuren! Ja, genau gelesen, zwei Figuren. Da müssen wohl gleich zwei Blindfische gespielt haben! Beide merken es erst am nächsten Tag!

 

4. Rd. : "Noch so ein Kaliber mit 1951 und Mist, wieder Schwarz. Dem Turnierleiter werde ich den Marsch blasen. Laut DB  spielt er Französich mit 3. gleich e5. Davor haben wir keine Angst" Und richtig. Nach 28 Zügen nimmt Weiß das Remisangebot den Underdogs an.

 

5. Rd.: "Was, diesmal nur ein 1800er? Die 40 Punkte mehr machen es nicht. Vor 1,5 Jahren hatte ich 1869, also den putz ich einfach weg! Tatsächlich verliert Schwarz im 29. Zug die Qualität für einen Bauern. Auch wenn er später jammerte: "Wie kann ich so eine Partie nur verlieren" Er stand ab da immer auf Verlust und ließ sich 69 Züge lang vorführen.

 

6. Rd: " 1916, das geht ja, aber der war Manager, hat den Dr., ein Berthold Beitz-Typ, schon ziemlich imponierende Erscheinung.  Aber ob du auch mit Schwarz so gut Spanisch spielen kannst, wie ich es früher immer wollte, musst du mir erst zeigen. Also, ich fange einfach mal mit 1. e4 an." - Später: "Was, schon über drei Stunden gespielt? Der hat ja nur noch 20. min für 12 Züge, du aber deren 45! Los biete remis an. Vielleicht nimmt er an!" Erst sagt er gar nichts, dann nach ca. 30 sek.: "Ich habe es vernommern und bin dabei es zu verarbeiten - Er verarbeitete ca. 10 min und nimmt an.

 

7. RD: "Ach , gegen Sölter! Der hat zwar 1997, aber in den letzten drei Partie hast du 50 % gegen den gemacht". --- Hinterher: "Du Blödmann, du hast genau gesehen, dass du den Lh5 tauschen musst, lässt dich aber auf ein sehr zweifelhaftes Figurenopfer ein. Selber schuld! Oder wollest du tief drinnen
gar nicht gewinnen, um endlich einen leichten Gegner zu bekommen?" - Genauso war´s! Ehrenwort!

 

8. RD: "Na, hat doch geklappt! Du hast erstens Weiß und zweitens einen 1500er. Aber Vorsicht, Hermann spielt das Turnier seines Lebens. Das ist nicht nur ein netter, sondern auch ein schlauer Bauer, den du schon lange kennst. Pass also auf." - Später: Jetzt stell ich ihm eine Falle. Wenn er...., dannn.... - Tatsächlich stelle ich mir selber ein Bein und mach einen so blöden Zug, dass mein eingeklemmter Läufer verloren geht. Doch oh, Wunder, der Gegner bietet trotz Mehrfigur - aus Freundschaft, aus Respekt ? - remis an. Und Weiß schämte sich nicht, es anzunehmen.

 

9. Rd: " 4 Pkt, ein halber muss noch her. Aber ob das mit Schröter aus Minden klappt. Schon beim Mannschaftskampf haute das nicht hin." Tatsächlich beantwortet er nach 17 Zügen mein   "Ich biete remis an" erwartungsgemäß mit den Worten ´kann ich verstehen´ ab. Und nach 47 Zügen hat er einen Bauern mehr. Ende vom Lied: Zeitdruck bei ihm, nochmals Remisangebot von mir, als er nur noch 2 min Restzeirt hat, ich ca. 20. Er ist zu stur, zu blöd oder einfach zu nervös und bietet mir erst dann remis an, als die Klappe fast fält, und er auf Verlust steht. 8/9 Kibitze lachten laut; denn es ist nicht nur der 5. Punkt für mich, sondern einmal mehr wieder die allerletzte Partie des Turniers. - Und Isi ist gerächt worden!
 
Als Nr. 20 (DWZ) von 32 gestartet, 11. geworden, knapp 30 DWZ plus.     
 
Für wen ???

A.W. 
 
 

 


 

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