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17.05.2017 +++ Nicht älter, sondern besser II .... Adalbert Wulf spielt in Meran

Von Adalbert Wulf erreicht uns ein weiterer Bericht seiner schachlichen Exkursionen:

Erneut gar nicht so schlecht gespielt
Meran war für mich eine Reise wert

Oelde/ Meran: Wenn früher der deutsche Fußballnationalmittelstürmer, Gerd mit Vornamen,
wieder in einem Spiel mehrfach erfolgreich war, las man tags darauf: „Es hat wieder gemül-
lert.“ In Anlehnung daran, könnte man schreiben „bei Wulf müllert es weiter im Schach."
(Anmk.: für Peter Scholz: Deine Anregung, betr. DWZ-Zahl, hat sich bereits ohne Meran
“erledigt“. Das „Müllern“ fing ja schon beim Ramada-Cup bei mir an!)
Vom 5. – 13. Mai nahm ich an einem sogenannten Urlaubsturnier in Meran teil, keine Senio-
renveranstaltung, sondern ein Open. Bei ursprünglich 38 Teilnehmer/-innen wurde, wie heu-
te bei offiziellen Turnieren die Regel, die Rangliste nach ELO erstellt. Zwei FM und weitere
sieben Spieler lagen über 2000, von 2317 bis 2001.
Ich fand mich mit meinen bescheidenen 1823 auf Startrang 21 wieder; also erhielt ich gleich
einen der ́Großen ́, Frank Seifert aus Dresden (2153); eine DWZ war nicht angegeben!
Daraus schloss ich auf eine „passive Elo-Zahl“ und spielte mit Weiß munter drauf los: 1.
d4 f5 2. g4 und schon begann der Gegner zu grübeln. Kurz und gut: als Schwarz 19. (!) De8
zog und nur noch 17 min bis zur Zeitkontrolle hatte, bot er mir überraschen remis an,
obwohl er einen Mehrbauern besaß, will sagen, alle anderen 31 Klötze befanden sich noch
auf dem Brett ( !!! ) Die Erklärung: Der Gegner spielt nur noch gelegentlich Urlaubsturnier
ohne ELO-Wertung mit, ist ansonsten nicht schachlich aktiv; ich vermute, der wesentlich
erfolgreichere FM - Bruder hat ihm die Freude daran genommen; dennoch wurde er am Ende
mit 6 aus 9 Vierter hinter seinem Bruder mit 7 und zwei anderen mit jeweils 6 Punkten. Er hat
sich wohl langsam eingespielt, aber auch eine fürchterliche Niederlage gegen seinen Bruder
hinnehmen müssen.
Es folgte für mich der Holländer Eric Braun mit 1708; also war ich der „Favorit", nahm dann
jedoch etwas „feige“ sein Remisangebot im 22. Zug in ausgeglichener Stellung an. Zur Strafe
gab es in Runde drei einen   ́auf den Deckel ́, gegen einen jungen Mann, der zweimal mein
Sohn hätte sein können, mit ELO 1949 und DWZ 1827. Aber wir haben nachher gut analy-
siert, und er meinte, dass die Eröffnung gut war, aber mit a4 im 18. der Untergang begann,
weil es in der Folge zur Öffnung des Spiels kam und sein Läuferpaar den Vorteil brachte. Zum
Beweis, dass ich keine Lust gehabt habe, gegen ihn zu mauern, um am Ende doch zu
verlieren, zeigte ich ihm mein Partieformular, auf dem ich meinen 18. Zug direkt mit einem
kleinen Punkt versehen hatte, als Beweis für meine riskante Spielgestaltung.
In der vierten Runde folgte eine Dame mit 1575/1367; ich tat mich sehr schwer und gewann
nur „knapp“ , weil ihr unter Zeitdruck Ungenauigkeiten unterliefen. Es folgte ein Pflichtsieg
gegen 1742/1624 und ich hatte mich damit wieder für „größere“ Aufgaben qualifiziert.
In Runde 6 dann der Vater Dr. Dirk Seifert 2056/1927. Dem habe ich nicht schachspielerisch
sondern mit ́psychologischen Tricks ́ Stand gehalten, nach dem Motto: Normalerweise
verlierst du, als spiel unorthodox. Dabei habe ich aber wohl „übertrieben“; denn völlig
unterentwickelt, mit unrochiertem und fast nacktem König in der Mitte, griff ich im 14. Zug
mit h6 den Springer von Weiß an. Anstatt ihn zu opfern und mit 19 fxe4 und 20. Txf5 den
schwarzen König auf e7 in wenigen Zügen zu erledigen, „rettete“ er seinen Springer; wonach
ich willentlich einen Bauern ́einstellte ́, um die Stellung einigermaßen geschlossen zu halten.
Da war die Konzentration bei ihm weg; denn den ́schwachen Gegner ́ sollte er leicht
besiegen, er spielte nicht mehr so konzentriert weiter und fand sich zunächst dann im reinen
Schwerfiguren- und dann im Turmendspiel wieder; beides waren Gewinnstellungen für ihn;
aber nein, auch den Dame- und einen Turmtausch ließ er zu und erreichte mit Hängen und
​Würgen die Zeitkontrolle. Unter anderem deshalb bot ich mit meinem 40. Zug, Kf6, remis an,
was er nach kurzem Überlegen annahm; denn die Stellung war trotz Minusbauer remis.
Parallel zum Schachspielen hatte ich vor dem Start des Turniers einen schweren Allergie-
anfall zu verkraften und eine zunehmende Erkältung mit starkem Husten. Da sollte man ja
eigentlich einen „duhnen“ Kopf haben; aber wundersamer Weise bleib die   ́Birne ́ erstaun-
lich klar. Deshalb war ich auch am nächsten Tag gegen einen 55 Jährigen, topfit wirkenden
und zudem bildhübschen   ́Italienertyp ́ irgendwie optimistisch, nicht unterzugehen, obwohl
mir ein Mensch mit ELO 1896 und DWZ 1797 gegenübersaß. Klar: der spielte nicht so viel
Turniere, der musste noch arbeiten. So meine Kalkulation! Entsprechend lange musste er
jeweils überlegen. Daher schob ich dem Damentauschangebot im 15. Zug noch das eines
Remis hinterher. Er überlegte weitere 20 min, spielt dann weiter und sah im 22. Zug ein, dass
er nur „hinten drinstehen“ konnte, oder Material für fragliche Initiative würde geben müssen.
Er war sehr angetan von meiner Leistung, wobei ich immer den Verdacht habe, dass die Leute
mehr das Alter meinen, als das schachliche Können.
Doch dann war der   ́Ofen aus´; hatte ich in den letzten Tagen zunehmen mit Husten und
Schniefen u. U. meine Gegner mitbeeinflusst, so dass die „Erfolge“ z. T. auch darin begründet
sein könnten, kam nun Fieber dazu. Es folgte eine fast schlaflose Nacht und am nächsten Tag
war klar: Ich würde im Bett bleiben und damit das Turnier beenden. Für die achte Runde war
es wirklich schade; denn gegen den 2001er, einen ganz netten Schweizer, der mit seinen ca.
65 Jahren sehr fit wirkte, und den ich schon etwas länger kenne, wäre ich gerne angetreten;
zumal ihm nun Buchholzpunkte verloren gingen, und ich hätte es für mich selber als guten
Leistungstest betrachten können. – Aber auch so, war ich mit meinem Spiel insgesamt und mit
4 aus 7 ganz zufrieden. Daher die Anfangsanmerkung.
Adalbert Wulf


 

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